Berlin bleibt Europas Zentrum für Specialty Coffee. 2025 prägen fünf Trends die Szene:
- Alternative Brühmethoden und deren Extraktion: V60, Chemex und neue Techniken wie vietnamesischer cà phê phin setzen auf Präzision und Nachhaltigkeit.
- Pflanzliche Milchalternativen: Neben Hafer- und Sojamilch sind Hanfmilch und funktionale Zusätze wie CBD gefragt.
- Rösterei-Café-Kombinationen: Orte wie 19grams und Coffee Circle verbinden Rösterei, Café und Bildungsangebote.
- Ganze Bohnen für Heimbrüher: Der Marktanteil von Bohnenkaffee wächst, unterstützt von Workshops und hochwertigem Equipment.
- Transparenz und Direct Trade: Berliner Röstereien wie The Barn setzen auf direkte Beziehungen zu Farmen und nachhaltige Beschaffung.
Die Berliner Kaffeeszene kombiniert handwerkliche Qualität mit neuen Ideen und einem Bewusstsein für Herkunft und Umwelt.
5 Specialty Coffee Trends in Berlin 2025
1. Alternative Brühmöglichkeiten gewinnen an Beliebtheit
Was diese Methoden besonders macht
Manuelle Techniken wie V60, Chemex und AeroPress rücken helle Röstungen und komplexe Geschmacksprofile in den Fokus. Im Gegensatz zu herkömmlichem Filterkaffee aus dem Supermarkt setzen Berliner Specialty-Cafés auf Single-Origin-Bohnen, die spezifische Aromen, Süße und Säure hervorheben. Dabei steuern Baristas Faktoren wie Brühtemperatur, Mahlgrad und das Verhältnis von Kaffee zu Wasser äußerst präzise.
"It's all craftwork with a natural product. [Like coffee] every wood is different - every batch of wood, every tree; the oak tree is different from France to Sweden." - Ramin Massah, Inhaber, Nano Kaffee
Die kulturelle Vielfalt bereichert die Szene: Das Café Meiers in Berlin-Mitte hat im Mai 2023 als erstes und einziges Café der Stadt die vietnamesische cà phê phin-Methode eingeführt. Diese manuelle Einzelportions-Brühmethode verwendet hochwertige vietnamesische Arabica-Bohnen der Là Việt Rösterei. Solche Neuerungen zeigen, dass alternative Brühmethoden weit über klassische Pour-Over-Techniken hinausgehen.
Neben der Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Techniken bieten diese Methoden auch Vorteile in Sachen Nachhaltigkeit.
Umweltauswirkungen und weniger Abfall
Manuelle Brühmethoden reduzieren den ökologischen Fußabdruck. Ein Beispiel dafür ist das kapselfreie System "Coffee Ball", das die Marke CoffeeB im April 2023 in Deutschland eingeführt hat. Diese gepresste Kaffeekugel mit einer kompostierbaren Alginatschicht bietet eine umweltschonende Alternative zu Aluminium- und Plastikkapseln. Im März 2025 hat die Melitta-Gruppe ihr Sortiment um diese kompostierbaren Kugeln in den Linien BellaCrema und Auslese Klassisch erweitert.
Wiederverwendbare Filter und manuelle Brühgeräte werden bei umweltbewussten Konsumenten in Berlin immer beliebter. Laut Umfragen sind zwischen 60 % und 73 % der Gen-Z-Konsumenten bereit, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen. Der Marktanteil von Kaffeebohnen in Deutschland ist in den letzten fünf Jahren um 69 % auf 46,6 % gestiegen, da immer mehr Verbraucher vorgemahlenen Kaffee und Einzelportionslösungen meiden.
Akzeptanz in Berliner Cafés
Berliner Röstereien wie 19grams Coffee Roasters am Alexanderplatz und THE BARN Coffee Roasters kombinieren Espressomaschinen mit alternativen Brühmethoden. Seit 2025 betreibt 19grams eine umfassende Kaffee-Erlebniswelt mit Rösterei, Café und Kaffeeschule, um sowohl Touristen als auch Einheimischen die Vielfalt der Brühmethoden näherzubringen. THE BARN bietet in seinem Berliner Shop innovative Produkte wie "Coffee Kombucha" an, der aus äthiopischem Specialty Coffee hergestellt wird.
"It's a cafe and roastery where you can see, touch, feel, and smell the process of roasting coffee, and a school where anybody interested can learn about specialty coffee." - Garrit Peters, Partner, 19grams
Batch Brewing etabliert sich als effiziente Lösung in stark frequentierten Berliner Cafés. Diese Methode liefert hochwertigen Filterkaffee in größeren Mengen, während manuelle Pour-Over-Techniken für Premium-Single-Origin-Erlebnisse mit komplexen Aromen genutzt werden.
Kundenreaktionen
Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Brühmethoden zeigt sich auch im Verhalten der Kunden. Cafés werden zunehmend zu "Kaffeeschulen": Orte wie 19grams und Kaffeekirsche bieten Workshops und Cuppings an, um den Gästen die Grundlagen von Brühverhältnissen und Techniken näherzubringen. Diese Bildungsangebote machen Specialty Coffee greifbarer und inspirieren Kunden, zu Hause mit verschiedenen Methoden zu experimentieren.
Der Markt für Home-Brewing-Equipment wächst weiter: Röstereien verkaufen verstärkt hochwertige Handmühlen und Pour-Over-Sets, damit Kunden das Café-Erlebnis in die eigenen vier Wände holen können. Rund 50 % der deutschen Kaffeekonsumenten waren 2023 bereit, einen Aufpreis für nachhaltig produzierten Kaffee zu zahlen. Dieser Trend treibt die Akzeptanz manueller und umweltfreundlicher Brühmethoden weiter voran.
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2. Pflanzliche Milchalternativen auf dem Vormarsch
Neue Milchalternativen im Angebot
In Berliner Cafés – besonders in Vierteln wie Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Neukölln – hat sich das Angebot an pflanzlichen Milchsorten deutlich erweitert. Neben den Klassikern Soja- und Hafermilch finden sich zunehmend auch exotischere Alternativen wie Hanfmilch. Einige Cafés, die sich auf diesen Trend spezialisiert haben, bieten sogar hanfbasierte Produkte an, was den Cannabis-Café-Trend unterstreicht.
"CBD and CBD coffee was a big trend in America already so I thought the Berliner should get the experience as well." – Nico Schack, Head of Cafe Canna
Darüber hinaus gewinnen funktionale, pflanzliche Kaffeegetränke immer mehr an Beliebtheit. Viele Cafés experimentieren mit Zutaten wie Adaptogenen, Nootropika und pilzbasierten Zusätzen, um gesundheitsbewusste Kunden anzusprechen. Auch Milchtee, der oft mit pflanzlichen Alternativen zubereitet wird, erlebt einen Boom: Zwischen 2021 und 2024 stieg die Zahl neuer Produkteinführungen in dieser Kategorie in der EU um beeindruckende 133 %. Dieser Trend passt perfekt zur steigenden Nachfrage nach nachhaltigen und gesundheitsorientierten Kaffeeoptionen in der Hauptstadt.
Umweltvorteile im Fokus
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Wert vieler Berliner Kaffeeröstereien. Unternehmen wie Five Elephant und Fjord Coffee Roasters setzen auf "environmental mindfulness" und "social responsibility". Die Rösterei Kaffeekirsche geht noch einen Schritt weiter und kombiniert ihre Kaffeeangebote mit einer komplett veganen Bäckerei.
Die Bereitschaft, für Nachhaltigkeit mehr zu zahlen, ist besonders bei der Gen Z ausgeprägt: Zwischen 60 % und 73 % dieser Altersgruppe geben an, dass sie höhere Preise für nachhaltige Produkte akzeptieren. Auch in Deutschland zeigt sich dieser Trend: 2023 waren über 50 % der deutschen Kaffeetrinker bereit, für nachhaltige Optionen mehr auszugeben, und 78 % bevorzugten Bio-Kaffee, selbst wenn dieser teurer ist.
Nachfrage und veränderte Bestellmuster
Die Gen Z, geboren zwischen 1997 und 2012, treibt die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen besonders stark voran. Diese Kundengruppe bevorzugt Produkte, die milchfrei, zuckerarm und nachhaltig sind. Immer häufiger werden pflanzliche Lattes mit Wellness-Zusätzen wie Ashwagandha, Pilzen oder CBD nachgefragt. Diese veränderten Vorlieben spiegeln den allgemeinen Trend zu gesünderen und umweltbewussteren Getränken wider.
Mittlerweile kaufen 16 % der deutschen Konsumenten ihren Kaffee in spezialisierten Specialty Coffee Shops, die oft eine größere Auswahl an pflanzlichen Milchalternativen bieten. Auch Ready-to-Drink-Getränke (RTD) mit pflanzlicher Milch gewinnen an Popularität, da sie Bequemlichkeit und vegane Werte kombinieren. Besonders beliebt sind hier Iced Flat Whites und Lattes – perfekte Begleiter für den modernen, nachhaltigen Lebensstil.
3. Rösterei-Café-Kombinationen auf dem Vormarsch
Geschäftsmodell-Vorteile
Ein Trend, der sich in Berlin immer stärker zeigt, ist die Verbindung von Rösterei und Café. Dieses Geschäftsmodell gibt den Betrieben die Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette – von der Bohne bis zur Tasse – selbst zu kontrollieren. Cafés wie Father Carpenter, die eng mit Fjord zusammenarbeiten, schaffen durch eigene Röstungen individuelle Geschmacksprofile, die perfekt auf ihren Service abgestimmt sind.
Ein herausragendes Beispiel ist Coffee Circle. Das Unternehmen spendet 1 € pro verkauftem Kilogramm Kaffee in Projekte in den Anbaugebieten, etwa für den Bau von Schulen oder die Verbesserung der Trinkwasserversorgung. Diese Verbindung aus Rösterei und sozialem Engagement bietet den Kunden einen Mehrwert. Außerdem sorgt die vertikale Integration dafür, dass die Bohnen nicht nur frisch, sondern auch geschmacklich einzigartig sind.
Qualitätskontrolle und Frische
Die Nähe zwischen Röstmaschine und Bar garantiert, dass der Kaffee immer frisch ist. Bei 19grams Alex in Mitte können Gäste frisch geröstete Bohnen direkt vor Ort kaufen. Die Röstmaschine ist oft sichtbar, was Transparenz schafft und das Kaffeeerlebnis bereichert.
Ein weiteres Beispiel ist The Barn, das 2025 von Crema Magazine als „Roaster of the Year" ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung zeigt, dass die Berliner Rösterei-Café-Szene auch international für Qualität und Innovation steht.
Berliner Standorte mit diesem Ansatz
Coffee Circle in Wedding zeigt, wie der Schritt vom Online-Röster zum physischen Café erfolgreich umgesetzt werden kann. Das erste Café des Unternehmens wurde im Sommer 2019 an der Lindower Straße eröffnet. Mit großen Fenstern, einem versteckten SCA-Trainingsraum und einer Rösterei im Hinterhof bietet es ein einzigartiges Ambiente.
"Because coffee is the most social drink on the planet. For the ultimate experience, we believe we need to serve it." – Ersin Koray, Head of Retail, Coffee Circle
Auch andere Berliner Cafés setzen auf dieses Modell: Five Elephant in Kreuzberg, Bonanza Coffee in einem charmanten Hinterhof, die Röststätte in Mitte, die zugleich als Barista-Akademie dient, und Kaffeekirsche, das Rösterei, vegane Bäckerei und Schulungszentrum kombiniert. Ob in Wedding, Mitte oder Kreuzberg – diese Kombination aus Rösterei und Café prägt das Kaffeeerlebnis in der Stadt.
Vorteile für das Kundenerlebnis
Für die Gäste bedeutet dieser Ansatz ein durchdachtes und hochwertiges Kaffeeerlebnis. Bei 19grams können Besucher nicht nur frisch gerösteten Kaffee genießen, sondern auch an Cupping-Sessions und Kursen teilnehmen. Offen gestaltete Räume, dekoriert mit Bildern von Ursprungsreisen und sichtbar platzierter Röstausrüstung, machen die gesamte Lieferkette greifbar und laden dazu ein, mehr über den Kaffee zu lernen.
4. Ganze Bohnen für das Heimbrühen
Warum Verbraucher ganze Bohnen wählen
2023 brachte eine bemerkenswerte Veränderung in den Kaffeegewohnheiten der Deutschen: Zum ersten Mal wurde mehr Kaffee aus ganzen Bohnen konsumiert als gemahlener Kaffee. Ganze Bohnen erreichten einen Marktanteil von 46,6 %, während gemahlener Röstkaffee bei 43,3 % lag. Innerhalb von fünf Jahren bis 2024 stieg der Verkauf von ganzen Bohnen um beeindruckende 69 %.
„Der Anteil des Bohnenkaffee-Konsums wächst. In diesem Jahr wurden zum ersten Mal mehr ganze Bohnen konsumiert als gemahlener Kaffee." – Holger Preibisch, CEO, Deutscher Kaffeeverband
Dieser Trend zeigt, dass Berliner Kaffeeliebhaber zunehmend Wert auf Frische, Kontrolle über den Geschmack und das handwerkliche Erlebnis beim Brühen legen – Aspekte, die gemahlener Kaffee nicht in gleichem Maße bietet. Es ist ein Ausdruck des Wunsches nach einem persönlicheren und hochwertigeren Kaffeeerlebnis.
Frische- und Geschmacksvorteile
Ganze Bohnen behalten ihr Aroma viel länger als vorgemahlener Kaffee. Berliner Röstereien wie The Barn, das 2025 von Crema Magazine als „Roaster of the Year" ausgezeichnet wurde, betonen, dass Single-Origin-Bohnen ihr volles Geschmacksprofil nur entfalten, wenn sie frisch gemahlen werden. Die sinkenden Verkaufszahlen von gemahlenem Kaffee (minus 20,2 %) und Single-Serve-Optionen (minus 24,7 %) verdeutlichen, dass viele Verbraucher Qualität über Bequemlichkeit stellen und bereit sind, in besseres Equipment zu investieren.
Berlins Home-Brewing-Community
Die Berliner Kaffeeszene fördert Heimbrüher mit einer Vielzahl an Angeboten. Workshops und Cupping-Sessions bei 19grams oder Schulungen zu Specialty Coffee bei Kaffeekirsche bieten praktisches Wissen über Brühmethoden und die Vielfalt von Geschmacksprofilen.
Zusätzlich ermöglichen Events wie die „Open House Home"-Veranstaltungen von La Marzocco es Kaffeeliebhabern, professionelle Heimmaschinen vor dem Kauf auszuprobieren. Beim Coffee Festival Berlin im September 2025 können Besucher nicht nur Bohnen direkt von den Röstereien kaufen, sondern auch mehr über deren Anbau und Verarbeitung erfahren.
Veränderung im Kaufverhalten
Auch in den Haushalten spiegelt sich dieser Wandel wider. Ein entscheidender Faktor ist die wachsende Verbreitung von vollautomatischen Kaffeemaschinen – mittlerweile besitzen etwa 26 % der deutschen Verbraucher ein solches Gerät. Philip von der Goltz, Managing Partner bei List + Beisler, bringt es auf den Punkt:
„Dieser Trend zu mehr Bohnenkaffee-Konsum steht in direktem Zusammenhang mit der zunehmenden Verbreitung von Vollautomaten in Haushalten seit dem Lockdown." – Philip von der Goltz, Managing Partner, List + Beisler
Die Preise für hochwertige Bohnen in Berlin bewegen sich zwischen 10,90 € und 16,50 € pro 250 g. Beispiele dafür sind der Dream Team Espresso und der El Obraje Filter von Kaffeekirsche. Diese Preisrange zeigt, dass viele Berliner bereit sind, für hochwertige Bohnen zu zahlen, um ihr Heimbrüh-Erlebnis zu perfektionieren.
5. Fokus auf Kaffeeherkunft und Bezugsquellen
Transparenz in der Lieferkette
In der Berliner Kaffeeszene spielt Transparenz eine zentrale Rolle. Röstereien wie Five Elephant und 19grams machen jeden Schritt ihrer Lieferkette nachvollziehbar – von der Ernte bis zur fertigen Tasse. Diese Offenheit ermöglicht es den Kunden, eine direkte Verbindung zu den Farmen und deren Geschmacksprofilen herzustellen.
„Transparenz ist mehr als ein Wert; sie ist ein Grundpfeiler. Sie befürworten ein umfassendes Verständnis des Kaffeewegs und schmieden Jahr für Jahr nachhaltige Partnerschaften mit Farmen." – Five Elephant
Dieser Ansatz hat den Weg für Direct Trade und verantwortungsvolle Beschaffung geebnet.
Direct Trade und ethische Beschaffung
In Berlin setzen viele Röstereien auf Direct Trade statt auf Fair Trade. Ein gutes Beispiel ist The Barn, das 2025 von Crema Magazine als „Roaster of the Year“ ausgezeichnet wurde. Die Betreiber besuchen die Farmen persönlich, um langfristige Beziehungen aufzubauen. Ein weiteres Beispiel ist Cafelix, das seit 2019 eng mit dem Produzenten Rodolfo Ruffatti Batlle aus El Salvador zusammenarbeitet. Diese Partnerschaft basiert auf einer gemeinsamen Vision: nicht nur qualitativ hochwertigen Kaffee zu liefern, sondern auch die Anbau-Gemeinschaften aktiv zu unterstützen.
„Wir kaufen Kaffee von Unternehmen, die in die Kaffeeanbau-Gemeinschaften investieren." – Yael Schäfer, Inhaberin von Cafelix
Solche direkten Beziehungen schaffen nicht nur Vertrauen, sondern wecken auch das Interesse der Berliner Verbraucher.
Verbraucherinteresse in Berlin
Die Berliner Kaffeetrinker legen immer mehr Wert auf die Herkunft ihres Kaffees. Besonders gefragt sind Single-Origin-Bohnen, da sie die einzigartigen Geschmacksprofile einzelner Farmen erlebbar machen. Statt auf generische Mischungen zu setzen, bevorzugen viele Konsumenten die Transparenz und Qualität, die mit nachhaltig beschafftem Kaffee einhergeht. Laut Studien sind über 50 % der deutschen Kaffeetrinker bereit, für nachhaltig produzierten Kaffee mehr zu bezahlen.
Auswirkungen auf Kaufentscheidungen
Veranstaltungen wie die Coffee Week Berlin 2025, die über 50 Workshops und Cuppings umfasst, zeigen, wie sehr sich Verbraucher für die Herkunft ihres Kaffees interessieren. Solche Bildungsangebote beeinflussen Kaufentscheidungen direkt und stärken das Vertrauen der Konsumenten. Besonders bei der Generation Z, von der 60 % bis 73 % bereit sind, mehr für nachhaltige Produkte zu zahlen, spielt dies eine entscheidende Rolle.
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Fazit
Die aktuellen Trends in der Berliner Kaffeeszene bieten weit mehr als nur eine Tasse Kaffee – sie eröffnen ein ganzheitliches Erlebnis, das Konsum, Wissen und Verantwortung miteinander verbindet. Heutzutage möchten Kaffeeliebhaber nicht einfach nur ein fertiges Getränk genießen. Sie wollen den gesamten Prozess verstehen, erleben und sogar mitgestalten. Von neuen Brühmethoden über pflanzliche Milchalternativen bis hin zu transparenten Lieferketten hat Berlin sich als ein bedeutendes Zentrum der Third-Wave-Kaffeebewegung etabliert.
Der Wandel vom passiven Konsum hin zur aktiven Teilnahme zeigt sich besonders in den zahlreichen Cafés, die gleichzeitig als Kaffeeschulen dienen. Hier können Besucher den Röstprozess miterleben, ihr Wissen in Workshops erweitern oder bei Cuppings die Vielfalt des Kaffees entdecken. Diese Entwicklungen sorgen für ein intensiveres und persönlicheres Kaffeeerlebnis in der Hauptstadt.
Die internationale Vielfalt der Stadt spiegelt sich in jeder Tasse wider und macht jeden Café-Besuch zu einer kleinen Entdeckungsreise. Diese Diversität steht im Einklang mit der multikulturellen Dynamik Berlins und bereichert die lokale Kaffeekultur auf einzigartige Weise.
Wer das Besondere sucht, sollte die bekannten Pfade verlassen und die versteckten Schätze in Berliner Kiezen erkunden. In Vierteln wie Neukölln, Wedding und Prenzlauer Berg entstehen spannende Konzepte, die den Puls der sich wandelnden Kaffeeszene spürbar machen.
Ein perfekter Ort, um diese Trends zu erleben, ist Kiez Kaffee Kraft. Hier treffen Kreativität und Leidenschaft für Specialty Coffee aufeinander und schaffen ein authentisches Kaffeeerlebnis.
FAQs
Wie tragen alternative Brühmethoden zur Nachhaltigkeit bei?
Alternative Brühmethoden wie Pour-Over, Aeropress oder Cold-Brew sind nicht nur angesagt, sondern auch schonend für die Umwelt. Im Vergleich zu Espressomaschinen verbrauchen sie deutlich weniger Strom, da sie ohne dauerhafte Heiz- oder Drucktechnik auskommen. Ein weiterer Pluspunkt: Viele dieser Methoden setzen auf wiederverwendbare Filter aus Metall oder Stoff, wodurch Einweg-Papierfilter überflüssig werden.
Auch beim Wasserverbrauch zeigen sie sich effizient. Beim Cold-Brew beispielsweise wird das Wasser lediglich einmal erhitzt, was Ressourcen spart. Diese umweltbewussten Ansätze haben längst ihren festen Platz in der Berliner Specialty-Coffee-Szene gefunden. Ein gutes Beispiel ist Kiez Kaffee Kraft, wo nachhaltige Brühmethoden gezielt eingesetzt werden, um Abfall und Energieverbrauch zu reduzieren – ein klarer Schritt in Richtung Klimaschutz.
Warum entscheiden sich immer mehr Berliner Cafés für pflanzliche Milchalternativen?
Pflanzliche Milchalternativen wie Hafer-, Mandel- und Sojamilch sind 2025 aus der Berliner Specialty-Coffee-Szene nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Kund*innen entscheiden sich bewusst gegen tierische Produkte – aus ethischen Überzeugungen, gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Unverträglichkeiten. Gleichzeitig punkten diese Alternativen durch ihre Fähigkeit, einen cremigen Schaum zu erzeugen, der perfekt für Latte-Art ist und bei Barista-Kunstwerken hoch im Kurs steht.
Die wachsende Beliebtheit pflanzlicher Milch spiegelt den Wunsch nach nachhaltigeren und bewussteren Konsumgewohnheiten wider. Dabei sind es nicht nur Veganer*innen, die diese Alternativen schätzen. Auch Menschen, die ihren Laktosekonsum reduzieren möchten oder einfach neue Geschmacksrichtungen ausprobieren, greifen immer häufiger zu Hafer- oder Mandelmilch. Um diesem Trend gerecht zu werden, bietet auch Kiez Kaffee Kraft in seinen Berliner Filialen pflanzliche Milchvarianten an und erfüllt damit die Erwartungen der lokalen Kundschaft.
Welche Vorteile bieten Rösterei-Café-Kombinationen für Verbraucher*innen?
Rösterei-Café-Kombinationen bieten ein besonders intensives und frisches Kaffeeerlebnis. Die Bohnen werden direkt vor Ort geröstet und sofort verarbeitet, was bedeutet, dass der Kaffee ohne Umwege oder lange Lagerzeiten in die Tasse kommt. Dieses Konzept, oft als „Farm-to-Cup“-Modell bezeichnet, bringt nicht nur frische, sondern auch kräftigere Aromen und eine gleichbleibend hohe Qualität.
Ein weiterer Vorteil: Kund_innen erfahren mehr über die Herkunft der Bohnen und die Philosophie hinter der Röstung. Das schafft Vertrauen und sensibilisiert für fairen und verantwortungsvollen Kaffeehandel. Zudem profitieren die Barista-Teams von der engen Zusammenarbeit mit den Röstmeister_innen. Dieses Wissen fließt direkt in die Zubereitung ein und sorgt für ein gleichbleibend hochwertiges Kaffeeerlebnis.
Ein großartiges Beispiel dafür ist Kiez Kaffee Kraft in Berlin. In den Filialen in Prenzlauer Berg, Pankow und Moabit wird hausgerösteter Kaffee angeboten. Hier können Kund_innen nicht nur frisch gerösteten Kaffee genießen, sondern sich auch beraten lassen oder an Barista-Workshops teilnehmen – ein echtes Paradies für Kaffeeliebhaber_innen.